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Sehenswürdigkeiten


Die Kirche von Crussow wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jh., vermutlich um 1256, als "Annenkirche" in Feldsteinbauweise errichtet. Außergewöhnlich erscheint die Größe der Kirche für das damals kleine Dorf. Es ist davon auszugehen, dass es sich um eine Wallfahrtskirche handelte. Chor und Schiff sind durch einen spitzen Triumphbogen verbunden. 1730 wurde ein ver- putzter quadratischer Fachwerkturm in der Breite des Kirchen- schiffs davor gebaut. Das geschweifte verschieferte Haubendach hatte eine offene Laterne, die in einer Spitze endete. Ab 1945 begann der Verfall der Kirche, der in den folgenden zwei Jahrzehnten schnell voran schritt, so dass 1966 der Turm wegen Baufälligkeit abgetragen werden mußte. Der bis dato vorhandene gotische Flügelaltar (um 1420) und die Kanzel mit Baldachin (1620), besonders kostbare kunsthandwerkliche Arbeiten, waren wegen der eindringenden Feuchtigkeit von der Zerstörung bedroht. Kanzel und Altar wurden im Sinne einer Rettungsaktion in die Kirche nach Biesenbrow gebracht, die wegen eines Brandschadens im Krieg keinen Altar mehr hatte. Heute bedauern viele Crussower Bürger den Verlust dieser Kunstschätze, die mit ihrer Kirchengeschichte aufs engste  verbunden sind. Der damalige Pfarrer Dietrich Scharnowski gewann engagierte Helfer, um ab 1983 die Rekonstruktion der Kirche voranzutreiben. Besondere Unterstützung erhielt er auch von der Partnergemeinde Essen - Stoppenberg. Nach zwei Jahren konnten durch die Sanierung des Daches, des Turmes und der Decke im Schiff die Nutzungsfähigkeit und weitere bauliche Verbesserungen erreicht werden. Wer heute die Kirche betritt, findet im Gegensatz zu anderen Kirchen in der Uckermark eine eher schlichte Ausstattung vor. Die farbigen lichtdurchfluteten Fenster in der Altarwand haben auf den Betrachter eine faszinierende und zugleich auch nach- denklich stimmende Wirkung. Diese Kunstwerke in Glas und  eine Trilogie in Öl "Sinn des Lebens" an der rechten Seite im Schiff schuf der Maler Winfried Wolk im Jahr 1988. Für Crussow bietet die rekonstruierte und auch in den Winter- monaten nutzbare Kirche neue Möglichkeiten für das kulturelle Leben im Dorf.  

 

Risselmannstein Wie die Chronik berichtet, verstarb am 15.06.1895 Carl von Risselmann, ein Angehöriger der Eigentümerfamilie des Ortes, auf einer Einzeljagd am Dachsgrund durch Herzversagen. Zum Gedenken an ihn wurde an der Stelle des tragischen Ereignisses im Wald ein Stein aufgestellt.

 

Ortsstein Auf einer Freifläche nahe der Kirche steht dieserOrtsstein
sandfarbende Stein, ein neues Wahrzeichen des Ortes seit der 750 Jahrfeier. Die ortsansässigen Künstler Henrikje Ring und Lars Wilhelm von Urwerk haben diesen Stein mit dem Abbild der historischen Kirche und dem Ortsnamen gestaltet. Betrachten Sie ihn bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, sie werden stets neue Eindrücke gewinnen.

 

Botanische Raritäten im Schlosspark An das Gelände des Sportplatzes mit Vereinslokal und Bühne schließt sich der ehemalige Schlossparks an. Bei einem Spaziergang können sie stattliche Exemplare eines sehr alten Baumbestandes bewundern unter ihnen auch eine gigantische Zypresse mit weit verzweigten Luftwurzeln.

 

Jugend - Ökohof Für Kinder, Jugendliche und andere interessierte Besucher werden auf dem sehr schön angelegten Hof attraktive Freizeitaktivitäten des Lebens auf dem Lande angeboten. Beachtenswert ist auch der in unseren Breiten seltene Ginkgobaum auf dem Gelände des Ökohofes.